Schwachstellen im Internet

www.pcprima.de DogDas Internet ist eine Gefahrenquelle! So könnte man die Aussage zweier Informatiker zusammenfassen, die ihre Entdeckung gerade auf dem Chaos Communication Congress in Berlin vorstellen. Aber es gibt eine Beruhigung. Gefahr besteht nur für die Websites, die Web-Technologien wie Java, ASP.Net, Ruby, Python oder das V8-Javascript von Google nutzen. Kurz gesagt: Das halbe Internet! Durch eine Sicherheitslücke könnten Cyberkriminelle Überlastungsangriffe auf Server durchführen. Das Problem ist theoretisch bereits seit 2003 bekannt, dich nur einige Hersteller von Software haben bereits Maßnahmen dagegen ergriffen. Diese doch recht spezielle Gefahrenquelle ist nur einige von zahlreichen Lücken, die auf dem Kongress diskutiert werden. Aber auch Gefahren durch Viren und Trojaner wurden zum Thema – allen voran der deutsche Staatstrojaner.

Der Autor Evgeny Morozov stellte die These auf, dass Hersteller bewusst Überwachungssoftware an autoritäre Regime verkaufen und wissentlich hinnehmen, dass die Programme gezielt zur Stärkung des Machtapparates und zur Unterdrückung und Verfolgung regierungskritischer Bürger missbraucht werden. So konnte er nachweisen, dass in Ländern wie Syrien, Ägypten oder Libyen Programme und Geräte aus demokratisch geführten Ländern zum Einsatz kamen. Er plädierte dafür, dass ein globales Exportverbot für solche Spyware gelten solle. Der Datenschutz im Internet habe eh kaum Bestand, in solchen Regimen jedoch gar keinen. Durch Key-Logger werden sämtliche Aktivitäten potenzieller Staatsfeinde dokumentiert und auf diese Art in die Privatsphäre der Bürger eingedrungen und sie in ihren Menschrechten und ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung behindert. Dabei sind die Repressionen in diesen Ländern schon groß genug: Soziale Netzwerke, wie das global umfassende Facebook, werden von Staatswegen blockiert. Es wird als eine Optimierung des Internets verkauft, wenn solche Inhalte gesperrt werden, da diese die Bürger laut Staatsführung auf falsche Gedanken bringen. Nur wenige haben dann noch den Mut, sich durch Bloggen Luft zu verschaffen und ihre Meinung offen kund zu tun.

Trotz aller Gefahren und Unterdrückungen: Die größte Schwachstelle im Internet bleibt der Nutzer. Nur wenn er unachtsam ist und dubiose Websites besucht, kann der Schutz des PCs nicht mehr garantiert werden. Ganz unbemerkt lädt man sich Adware herunter, die sich dann im Hintergrund installiert und tief im System versteckt, so dass man in den seltensten Fällen überhaupt merkt, dass man unerbetenen Besuch auf seinem heimischen Computer hat. Oftmals ist es Unachtsamkeit, häufiger jedoch grobe Fahrlässigkeit. Wer sich auf illegalen Tauschbörsen rumtreibt muss sich nicht wundern, wenn in den Datenpaketen auch die einen oder anderen Zusatzprogramme versteckt sind, die den eigenen Rechner infizieren. Man muss sich also nicht vor Staatstrojanern fürchten, sondern lieber vor der eigenen Haustür kehren und überlegen, wieso man überhaupt zum potenziellen Angriffsziel von Cyberkriminellen wird. Oftmals entsteht auch erst dann finanzieller Schaden, wenn man zu leichtsinnig und unbedacht mit sensiblen Daten umgeht und diese im Internet preisgibt. Der beste Schutz ist ein wachsamer Nutzer!

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Gefährliche Weihnachtsgrüße

www.pcprima.de Gefährliche WeihnachtsgrüßeWeihnachten steht kurz vor der Tür und in vielen Firmen wird derzeit die Weihnachtspost erledigt. Der Großteil besteht zwar noch immer aus kleinen Präsenten und Karten, die auf dem Postweg an Geschäftspartner und gute Kunden versandt werden, doch im digitalen Zeitalter nehmen auch die Weihnachtsgrüße übers Internet zu. Im privaten Bereich sind solche Grüße schön längst fest etabliert. Von animierten Karten bis hin zu personalisierten Videos, die man sich anschließend als kostenlosen Download auf den eigenen Rechner laden kann, ist ziemlich alles dabei. Beim Surfen im Internet stößt man auf zahlreiche Anbieter solcher Services. Die Templates sind dabei besonders benutzerfreundlich angelegt, so dass einem schnellen Versand nichts mehr im Weg steht. Die Social Media Kanäle haben die Handhabung und Verbreitung noch einfacher gemacht. Durch Plugins kann man schnell Weihnachtswünsche bei Freunden auf der Pinnwand hinterlassen und sie mit netten Bildern oder Clips erfreuen, ohne dass der Empfänger über spezielle Software oder eine besonders hohe Computerleistung verfügen muss. Ein aktueller Browser und eine normale Internetgeschwindigkeit ist dabei vollkommen ausreichend.

Doch bei all der Informationsflut mischen sich auch schwarze Schafe unter, die die Weihnachtszeit gezielt für Angriffe auf Computer nutzen. Besonders Firmenrechner sind dabei ein beliebtes Ziel, da man davon ausgeht, dass das Aufkommen von Emails in dieser Zeit besonders hoch ist und die Mitarbeiter schneller Anhänge öffnen, ohne diese vorher zu prüfen oder auf den Absender zu achten. Kaum steht etwas wie „Weihnachtsgruß“ in der Betreffzeile, geht der unkritische Mitarbeiter von einer harmlosen Mail aus. Diese Unachtsamkeit wird gerne ausgenutzt und im Anhang Trojaner oder andere bösartige Software versteckt, mit der sich anschließend infizierte Computer fernsteuern und durchsuchen lassen können. Da die technischen Sicherheitsvorkehrungen in Firmen in der Regel recht hoch sind, wendet sich der Angreifer an das schwächste Glied in der Kette: den Arbeiter. Öffnet der Mitarbeiter aktiv den Email-Anhang, installiert er sich wohlmöglich unbemerkt Malware und macht den Weg für die Angreifer von außen frei. So wird aus dem vermeintlich freundlichen Weihnachtsgruß schnell eine gefährliche Sicherheitslücke.

Daher ist es ratsam, vor allem in der Weihnachtszeit auf die Gefahr von Viren oder Trojanern hinzuweisen. Denn entsteht durch fahrlässiges Verhalten ein Schaden, so kann es sein, dass dieser nicht durch entsprechende Versicherungen abgedeckt wird. In der Regel lehnen Anbieter von Sicherheitslösungen wie Antivirenprogramme jegliche Verantwortung und Schadensersatzansprüche ab, sobald sich klar beweisen lässt, dass die Lücke im Netz durch einen Bedienungsfehler ausgelöst wurde. Vor allem Unternehmen mit sensiblen Daten sollten daher besonderen Wert auf den Datenschutz im Internet legen und ihre Datenbanken bestmöglich vor Zugriffen von Außen schützen. Mit diesen Tipps im Hinterkopf wird die Weihnachtszeit zu einer recht stressfreien Zeit und man kann im neuen Jahr wieder in ein erfolgreiches Geschäftsjahr starten.

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Chinas Cyber-Armee

www.pcprima.de Chinese FlagKaum ein Tag vergeht, an dem nicht wieder neue Angriffe durch Cyber-Kriminelle aufgedeckt und gemeldet werden. Durch die Schnelligkeit des Computers werden solche Informationen kurzerhand um die Welt getragen. Vor allem Soziale Netzwerke wie Facebook oder Blogs wie Twitter tragen dazu bei, dass jeder schnell Neuigkeiten über den aktuellen Stand der Computersicherheit informiert ist. Manchmal nehmen solche Nachrichten auch recht skurrile Züge an. Wenn man von Angriffen mit Viren und Trojanern hört, geht man eigentlich davon aus, dass es sich um Einzeltäter handelt. Der amerikanische Militärgeheimdienst will jetzt aber herausgefunden haben, dass US-Regierungsrechner bei Cyber-Angriffen aus China in der Regel immer von denselben Personen attackiert werden.

Im Sommer bestätigte die chinesische Armeeführung die Existenz einer Cyber-Armee, bestehend aus Elite-Hackern. Diese Äußerung wurde kurz darauf jedoch zurückgezogen, da das chinesische Recht Hackeraktivitäten im Internet verbiete und man diese strikt bekämpfe. Die Enttarnung des US-Militärgeheimdienstes spricht weniger von einer Armee, sondern vielmehr von 20 Hackergruppen, die regelmäßig Angriffe auf Regierungsrechner starten und versuchen, diese mit bösartiger Software zu infizieren. 12 dieser Gruppen werden, laut Informationen des Geheimdienstes, von der chinesischen Volksbefreiungsarmee unterstützt. Man habe anhand von IP-Adresse klar feststellen können, dass die Angriffe regelmäßig von denselben Rechnern ausgeführt wurden. Dies spräche für die Theorie von staatlich geförderten und zumindest geduldeten Gruppierungen.

Mit diesen Informationen habe die US-Regierung nun endlich Beweise und Druckmittel in der Hand. Man will belegen, dass Malware gezielt im Auftrag der chinesischen Regierung auf amerikanischen Rechner installiert werden soll. Mit Überwachungssoftware wolle man so an sensible Informationen gelangen. Von Datendiebstahl bis hin zu Industriespionage wäre auf diese Weise alles denkbar. Die Behörden beschuldigen chinesische Hacker schon längst, Urheber von Angriffen gegen US-Einrichtungen zu sein. So geht es um den mutmaßlichen Diebstahl von Googles Passwort-System sowie das Ausspionieren von US-Ölkonzernen mit Hilfe spezieller Software.

Allein aus sicherheitstechnischer aber auch wirtschaftlicher Sicht sind solche Angriffsversuche höchst bedenklich. Dabei hat man im eigenen Land bereits an wichtigen Fronten zu kämpfen um den Datenschutz im Internet zu gewährleisten und auf Dauer das Surfen im Internet sicherer zu machen. Große und mächtige Unternehmen wie Facebook und Google sind an immer mehr persönlichen Informationen der Internetnutzer interessiert und die Regierung muss den Spagat zwischen Bürgerrechten und wirtschaftlichen Interessen wagen.

Wie die chinesische Regierung auf die erneuten Anschuldigungen und die erdrückende Beweislage reagiert bleibt abzuwarten. Da es um die Informationsfreiheit in dem Land äußerst schlecht bestellt ist, muss man auf Informationen unabhängiger Berichterstatter hoffen, die genug Mut aufweisen über das Thema zu berichten. Obwohl das Internet die Welt ein Stück näher zusammenrückt, sind bestimmte Teile noch immer davon abgeschnitten und permanenter Überwachung durch die vorherrschenden Regime ausgeliefert.

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Das Geschäft mit der Lücke

www.pcprima.de email trojanDurch die weltweite Vernetzung spielt der Datenschutz im Internet und der Schutz vor vertraulichen Daten eine immer größerer Rolle. Unternehmen geben große Summen dafür aus, ihre Systeme vor Viren, Trojanern und anderen Angriffen von Außen zu schützen. Oftmals sind die Schwachstellen jedoch nicht die großen Server der Firmen, sondern die Arbeitsgeräte der Mitarbeiter. In der hochtechnisierten Welt wird der Mensch immer mehr zur Schwachstelle und so häufig Auslöser für Bedrohungen und Infektionen durch bösartige Software. Da ist schnell mal unbedacht ein Email-Anhang geöffnet und schon installiert sich vollkommen unbemerkt Malware auf dem Rechner und verbreitet sich von dort über das gesamte Netzwerk aus. Einmal im firmeninternen Netz eingeschleust, kann die Software Tore für weitere Programme öffnen.

Durch kontinuierliche Updates der Betriebssysteme und weiterer Komponenten sollen bekannte Sicherheitslücken geschlossen und so die Gefahr vor Angriffen minimiert werden. Doch auf der anderen Seite gibt es genauso einen Markt, auf dem bislang unbekannte Schwachstellen in Systemen gehandelt werden, mit Hilfe derer Kriminelle in Rechenzentren und Privatrechner eindringen können. Mit entsprechender Leistung des PCs, ausreichender Internetgeschwindigkeit und technischem Know-How können die Eindringling unbemerkt Spyware installieren und den befallenen Computer über lange Zeit ausspionieren oder gar fernsteuern. Die Codes für sogenannte Zero-Day-Exploits, bislang unbekannte Lücken in Systemen, werden in speziellen Internetforen für große Geldsummen verkauft. Sie gelten als wahre Schätze der Hacker denn, sobald sie die kriminellen Programmierer diese entdeckt haben, kann die Entdeckung gewinnbringend veräußert werden: Entweder direkt an die Firmen mit dem Hinweis, dass man von einer Sicherheitslücke weiß und diese im Grunde mit dem Wissen erpresst, oder aber an zwielichtige Gestalten, die sicherlich ihrerseits das Spezialwissen für kriminelle Zwecke nutzen.

Manche Hackergruppen haben sich längst über Soziale Netzwerke, ähnlich wie Facebook aber weitaus abgeschiedener in den Weiten des World Wide Web, organisiert und tauschen dort ihr Wissen aus. Für Außenstehende ist es sehr schwierig Zugang zu dieser Szene zu erlangen, so dass man sich um Vertrauensleute bemühen muss. Aufgrund des engen Ehrenkodex unter den Mitgliedern gestaltet sich auch diese Art der Frühwarnung als schwierig. Der Plan der Bundesregierung mit Hilfe gezielter Überwachungssoftware, dem sogenannten Bundestrojaner, bereits im Vorfeld wichtige Informationen zur Verbrechensbekämpfung zu erlangen, wird zumindest im Bereich der Online-Kriminalität kaum möglich sein. Vor allem wenn es um komplexe Angriffe auf Bundesinstitutionen oder global agierende Firmen geht, handelt es sich bei den Cyberkriminellen um die internationale Programmier-Elite, die über Überwachungsversuche nur müde schmunzeln können.

Es sollte mehr in Aufklärungsarbeit investiert werden. Denn geschulte Mitarbeiter, die aufmerksam ihre Emails prüfen und die Computerleistung im Auge behalten, werden nicht so leicht Opfer von Angriffen. Der Mensch ist und bleibt das schwächste Glied in der Kette und daher muss dieser hinsichtlich Sicherheit und Gefahr bestens informiert sein.

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Surfverhalten auf dem Prüfstand

www.pcprima.de computer userDass jeder Computernutzer beim Surfen im Internet seine digitalen Fußabdrücke hinterlässt, sollte mittlerweile überall bekannt sein. Richtig unbemerkt ist kaum einer unterwegs, vor allem niemand, der nicht mit besonderer Software gezielt seine Spuren verwischt. Doch man muss sich nicht eine komplette Überwachung seines Surfverhaltens gefallen lassen. Selbst wenn man keine illegalen Aktivitäten plant oder sonstwas zu verbergen hat – gewisse Grundrechte sollten auch im Internet vorhanden sein und Bestand haben. Firmen sind natürlich sehr an persönlichen Informationen interessiert und versuchen möglichst viele Daten in Erfahrung zu bringen. Dabei wissen die Nutzer oftmals gar nicht, wie sehr sie dabei verfolgt werden. Man denkt zwar oftmals, dass man sich vor Überwachungssoftware hüten soll und Spyware in der Regel über Trojaner auf den PC gelangt, doch es gibt auch zahlreiche legale Mittel, von denen Firmen im Internet gerne Gebrauch machen.

Die einfachste Möglichkeit ist das Installieren von Cookies auf dem Rechner der Internetnutzer. Dabei werden kurze Informationen gesammelt, wie zum Beispiel Herkunft, Betriebssystem, Verweildauer auf der Website, besonders lange Aufenthalte bei bestimmten Artikeln und Seiten, sowie der Absprung und das Surfen zu anderen Websites. Mit Hilfe dieser Daten kann ein Nutzerprofil erstellt werden. Kehrt ein Besucher auf die Website zurück, kann der Cookie ausgelesen und geupdated werden. Sogar einige Soziale Netzwerke nutzen diese Technik um Besucher zu verifizieren. Erst vor Kurzem stand der Branchenriese Facebook diesbezüglich wieder in der Kritik. Bei dem Unternehmen wird immer häufiger Zweifel am Datenschutz im Internet gehegt und auch dieser Umgang mit personifizierten Cookies brachte Datenschützer wieder auf die Barrikaden.

Kritisiert wird nämlich, dass Facebook die Cookies in einer gigantischen Datenbank zusammen mit den IP-Adressen der Kunden speichert. Man möchte auf diese Weise vor illegalen Datendiebstählen zum Beispiel durch Phishing-Attacken schützen. Möchte sich ein User daher zum Beispiel plötzlich aus dem Ausland einloggen, schlägt das System Alarm und der Nutzer muss sich vor dem Einloggen noch einmal authorisieren. Diese Sicherheitseinstellung klingt eigentlich ganz gut doch das Problem ist, dass der Cookie auch das Surfverhalten dokumentiert, wenn man ausgeloggt und nicht bei Facebook unterwegs ist. Zwar dementiert der Anbieter dieses Social Media Dienstes, dass die besuchten Websites jeweiligen Konten zugeordnet werden können, doch allein die Tatsache, dass die Daten gesammelt werden, schreckt viele Nutzer auf. Das Unternehmen weist darauf hin, dass der Schutz des PCs vor Viren oder andere Angriffe im Vordergrund steht. Welchen Sinn dabei jedoch die Verfolgung des Surfverhaltens auf anderen Seiten spielt, sei dahingestellt. Nutzern im Internet sei daher geraten korrupte Dateien zu entfernen, den Cache häufiger zu leeren und Cookies zu löschen. Das ist ganz einfach und sehr benutzerfreundlich über die Einstellungen im Browser möglich. Sind die überflüssigen Dateien erst einmal entfernt, hinterlässt man deutlich weniger Fußabdrücke im World Wide Web.

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Cyber-Cops

www.pcprima.de cyber-copsDass sich Spezialisten und Sicherheitsexperten der Polizei zur Bekämpfung der Cyber-Kriminalität im Internet aufhalten und sich dort auf die Suche nach potentiellen Gefahren machen, ist längst kein Novum. Spätestens seit der Bekanntgabe, dass ein Trojaner des Bundes Rechner gezielt mit Malware infiziert hat um so an wichtige Informationen zu gelangen. Doch auch fern von Viren und bösartiger Software lässt sich der PC prima zur Aufklärung von Verbrechen nutzen.

Nicht nur in Deutschland versucht die Polizei durch gezieltes Surfen im Internet Gaunern auf die Schliche zu kommen. In der Regel handelt es sich bei solchen Aktionen um Überprüfungen von Alibis. Denn wenn jemand unbedacht soziale Netzwerke nutzt und zum Beispiel zu einem fraglichen Zeitpunkt in der Nähe eines Tatorts bei Twitter eine Nachricht hinterlässt, können die Beamten dies leicht überprüfen.

Generell macht der Bereich Social Media auch die Polizeiarbeit leichter. Wenn ein Temposünder vehement behauptet, dass er nicht auf dem Foto der Blitzanlage zu erkennen ist, wird das Bild auch gern mal mit dem Profilfoto bei Facebook verglichen. Denn häufig ist nicht nur die Schnelligkeit des PCs rasant sondern auch die der geblitzten Verkehrsteilnehmer.

Polizeibeamte aus den Niederlanden haben schon häufig Google Maps verwendet um mögliche illegale Hanfplantagen aufzuspüren und die Betreiber Dingfest zu machen. Aber anders herum geht es auch. Erst kürzlich wurde in einer Befragung unter verurteilten Einbrechern in England deutlich herausgestellt, dass die Möglichkeiten des Internet von Ganoven genauso genutzt werden. Da werden Facebook-Profile kontrolliert um Hinweise auf mögliche Urlaube zu erlangen, Online-Straßenkarten und Satellitenaufnahmen zur Erkundung der Umgebung genutzt und versteckte Kameras zur dauerhaften Beschattung von Grundstücken. Wie immer ist es ein Katz und Maus Spiel zwischen Räuber und Gendarm. Beide Parteien nutzen ähnliche Mittel und es ist immer nur eine Frage der Zeit, wann wer dem anderen ein Schritt voraus ist.

Gerade in Deutschland sollen Beamte noch gezielter im Umgang mit den Neuen Medien geschult werden um somit Potentiale und Gefahren besser erkennen zu können. Trotz der hochtechnischen und benutzerfreundlichen Möglichkeiten der Verbrechensbekämpfung kann die Leistung des PCs jedoch nur zur Aufklärung eines Bruchteils der jährlichen Verbrechen behilflich sein. Klassische Polizeiarbeit und Streifendienst wird auch durch die weltweite Vernetzung nicht abgelöst und wahre Cyber-Cops, wie man sie aus Hollywood-Filmen kennt, werden noch länger eine Zukunftsvision bleiben. Dennoch ist es für die Bürger ein beruhigender Ansatz zu sehen, dass das Internet nicht ausschließlich ein Tummelplatz für Kriminelle ist, sondern genauso zur Aufklärung von Delikten genutzt werden kann. Auch wenn es sich in der Regel um harmlose Fälle und Verkehrsvergehen handelt ist es dennoch ein Schritt in die richtige Richtung ohne jedoch die Befürchtung zu haben, vom Staat kontrolliert und in seiner Privatsphäre eingeschränkt zu sein.

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Mittel gegen Datendiebe

www.pcprima.de dataDas Internet als Sammelbecken von Kriminellen zu bezeichnen wäre eine zu große Pauschalisierung und würde jeden Nutzer unter Generalverdacht stellen. Wahrscheinlich erscheint die Verbreitung von Straftaten im Netz nur so überproportional, da sie zum einen  Ländergrenzen überschreitet und somit global in Erscheinung tritt und zum anderen, da häufig und gerne in den Boulevard-Medien darüber berichtet wird. Dennoch gibt es immer wieder Angriffe im großen Stil aber auch einige Mittel, um sich gegen Datendiebe zu schützen.

Beim Surfen im Internet trifft man im Prinzip jeden Tag auf Betrugsversuche. Die Kunst daran ist es, diese als Scam zu identifizieren und nicht auf verlockende Angebote reinzufallen. Denn umso schneller ist man an der Angel und hat sich entweder Malware eingefangen oder ein dubioses Abo abgeschlossen. Der größte Schwachpunkt ist immer der Nutzer selbst. Menschen lassen sich leicht beeinflussen, allen voran durch Autoritäten. Flattert ein Brief eines Anwalts mit einer Anklage wegen Urheberrechtsverletzungen ins Haus denken die wenigsten Leute gezielt darüber nach, ob damit der vermeintlich kostenlose Download der Software von vor einigen Wochen gemeint ist. Häufig sind solche Anwaltsschreiben gefälscht und zielen einfach darauf ab, dass Personen die geforderte Summe zahlen um angedrohten Konsequenzen vorzubeugen. Offensichtlich mit Erfolg wenn man die Anzahl derer betrachtet, die auf solche Schreiben eingehen.

Ein weiterer Klassiker ist die Abzocke per Online-Banking. Hier wird gezielt mit der Angst des Kunden gespielt. Viele Bankkunden nutzen bereits das Online-Banking, da es äußerst benutzerfreundlich  und im Prinzip mit jeder Computerleistung und Internetgeschwindigkeit  durchführbar ist. Durch fingierte Emails versuchen Kriminelle jedoch an die wichtigen TANs zu kommen. Den Nutzern wird vorgegaukelt, dass sie sich in ihrem Banking-Portal anmelden und eine bestimmte Anzahl von TANs eingeben müssen um irgendeine Sicherheitsaktualisierung freizuschalten. In Wirklichkeit wird man entweder auf eine andere Website geleitet die das Layout der Hausbank adaptiert oder es installiert sich automatisch ein Trojaner, über den sich zum Beispiel bösartige Software wie Keylogger auf das System schleichen. Dadurch haben die Kriminellen die Möglichkeit, alle Tastatureingaben zu dokumentieren und sich auf diese Weise Zugangsdaten zu beschaffen. Sind die Daten erst einmal in falsche Hände geraten, ist wirtschaftlicher Schaden vorprogrammiert.

Die letzte Gefahr, vor allem in Zeiten der Sozialen Netzwerke, ist die Eitelkeit. Jeder Mann freut sich, wenn er bei Facebook die Freundschaftseinladung einer äußerst hübschen Frau erhält. Häufig wird ohne Nachzudenken blind akzeptiert und die Gefahr nimmt ihren Lauf. Social Media Viren sind auf dem Vormarsch und werden sicher noch einige Zeit das Netz dominieren, zumal soziale Plattformen geradezu wie Pilze aus dem Boden schießen.

Bei allen Angriffen wird deutlich, dass der Internetnutzer selbst das schwächste Glied in der Kette ist. Wenn man sich dessen bewusst ist und einige Vorkehrungen trifft, kann man schon einen Großen Anteil der Betrugsversuche abwehren!

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