PC Prima: Google erweitert seinen Chrome-Browser um Webstore für Apps

Seit dieser Woche bietet Google für den hauseigenen Browser Chrome einen eigenen Webstore für Online-Programme an. Mit diesem Angebot an Web Apps lassen sich die Anwendungsmöglichkeiten eines PC prima und ohne großen Aufwand erweitern. Dank moderner Internet-Technologien wie HTML5 laufen die Programme direkt über das Internet im Browser, müssen also nicht erst lokal auf dem Computer installiert werden.

Die Idee, komplexe Programmfunktionen im Browser auszuführen, ist nicht neu. Viele soziale Netzwerke werden aufgrund ihrer Interaktivität häufig als Web Apps bezeichnet. Im Unterschied zu Seiten wie Facebook und Twitter laufen die Programme in Google’s Angebot aber im Vollbild-Modus und erinnern vom Aufbau her eher an traditionelle Programme.

Dort enden die Gemeinsamkeiten allerdings auch schon: Im Gegensatz zu traditionellen Programmen werden die Daten im Cache des Browsers gespeichert, ohne dass überflüssige Dateien die Leistung des PCs vermindern. Angenehmer Nebeneffekt dieser Lösung: Auch die Gefahr unerwünschter Viren oder Trojaner sinkt erheblich. Einen hundertprozentigen Schutz vor bösartiger Software (Malware) bietet allerdings auch dieses Modell nicht.

Das Angebot der zumeist kostenlosen Downloads im Webstore ist momentan noch überschaubar. Allerdings gibt es bereits einige interessante Web Apps, die ihren Konkurrenten auf dem Desktop gefährlich nahe kommen. Gerade innovative Konzepte zum gemeinsamen Bearbeiten von Dokumenten durch mehrere Benutzer stehlen den großen Brüdern häufig die Show. So bietet Slide Rocket, ein Programm zum Erstellen und Bearbeiten von Präsentationen, neben statistischen Funktionen auch die Möglichkeit an, erstellte Projekte online zu präsentieren oder durch andere Benutzer weiterbearbeiten zu lassen.

Auch Programme zur Bild- und Fotobearbeitung stehen zur Verfügung. Der Funktionsumfang ist beeindruckend: Viele der grundlegenden Funktionen von Profiprogrammen wie Photoshop und Illustrator sind enthalten. Häufig ist die Bedienbarkeit der Web Apps im Vergleich mit den Schwergewichten erstaunlich einfach und intuitiv. In den meisten Fällen ist außerdem eine Publishing-Funktion für beliebte Webdienste wie Flickr bereits eingebaut, sodass die fertigen Arbeiten ohne zeitraubende Umwege online gestellt werden können. Gerade beim Bearbeiten grösserer Dateien ist aber die Internetgeschwindigkeit maßgeblich für die flüssige Bedienbarkeit der Programme.

Auch der Spaßfaktor kommt nicht zu kurz: Im Angebot des Webstores findet sich eine große Auswahl an Spielen, und auch Lifestyle- und News-Apps runden das Angebot ab. Hier wird klar, wer das Vorbild für Google’s neuste Innovation ist: Die Kategorien und Auswahl an Programmen erinnern stark an die Anfänge von Apple’s App Store für die iOS-Plattform. Ob Google einen ähnlichen Erfolg mit seinem Angebot verbuchen kann, bleibt vorerst jedoch offen.

Fest steht, dass der Webstore neben seinen unmittelbaren Vorteilen vor allem als Wegweiser in die Zukunft verstanden werden soll: Google plant, den Chrome-Browser mittelfristig zu einem Cloud-basierten Betriebssystem für Netbooks auszubauen. Ein gut gefüllter Webstore wäre da ein wichtiges Argument, Benutzer von den Vorteilen der Online-Wolke zu überzeugen.

Damit auch Ihr PC prima läuft, schauen Sie doch mal bei uns vorbei: PCPrima

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