PCPrima warnt: USB-Viren auf dem Vormarsch

Cyber-Kriminelle, die mit Viren PCs weltweit infizieren, verfolgen immer dasselbe Ziel: Sie wollen mit bösartiger Software möglichst zahlreiche Computer unter ihre Kontrolle bringen und sich so unrechtmäßig private Daten wie zum Beispiel Kreditkarteninformationen besorgen. Daher sollte man als aufmerksamer Computeranwender die Tricks der Virenentwickler kennen und nicht nur im Internet ständig auf der Hut sein. Denn wie hartnäckig Viren sein und auf welch vielfältige Weise sie sich verbreiten können, wird besonders an einem der prominentesten Computerviren der Gegenwart deutlich: „Conficker“.

Seit mehr als zwei Jahren versuchen Hersteller von Antiviren-Software dieses Virus zu bekämpfen. Denn noch immer schlummert es auf geschätzt mehr als 6 Millionen PCs weltweit und wartet nur darauf, von seinen Entwicklern aktiviert zu werden. Das Virus ist unter anderem so verbreitet, weil es nicht ausschließlich das Internet, zum Beispiel in Form eines E-Mail-Anhangs, nutzt, sondern auch andere Verbreitungswege. Conficker kann sich auf jeden Wechseldatenträger, vorzugsweise USB-Sticks, kopieren und so unbemerkt auf einen anderen PC prima übertragen werden. Schließt man einen infizierten USB-Stick an einen Windows-Computer an, taucht wie gewohnt das Fenster auf, in dem man die gewünschte Funktion auswählen kann. Das Virus hat jedoch dieses Autoplay-Fenster manipuliert, so dass das übliche Symbol zum Öffnen des Windows-Explorers nun das Installationsprogramm des Virus aktiviert. Der Nutzer installiert also vollkommen unbemerkt das Virus auf seinem PC!

Der USB-Trick ist vor allem eine Gefahr für firmeninterne Computer-Netzwerke. Oftmals sind diese Netze durch eine optimal eingerichtete Firewall gegen Eindringlinge aus dem Internet abgesichert. Bringt ein Mitarbeiter jedoch unbewusst einen infizierten USB-Stick mit dem Virus mit, wird diese Sicherheitsschleuse umgangen und das Netzwerk innerhalb kürzester Zeit mit Malware verseucht.

Viele Computernutzer denken noch immer, dass sich Viren ausschließlich auf dem beinahe klassischen Weg per Email übertragen. Das ist zwar vielfach noch der Fall aber auch da gibt es bereits zahlreiche Änderungen. Es ist längst nicht mehr die fast schon offensichtliche exe-Datei, die einer E-Mail angehängt ist, sondern immer häufiger werden pdf-Dateien als Virenträger missbraucht. Im vierten Quartal 2009 fanden rund 80 % aller Virenangriffe über manipulierte pdf-Dateien statt. Da der Acrobat-Reader weltweit verbreitet ist, bieten Sicherheitslücken in diesem Programm ein ideales Angriffsziel für die Überwachungssoftware der Viren-Entwickler. Zudem erstellen Entwickler innerhalb kürzester Zeit eine Vielzahl von Varianten eines solchen Schädlings, die sich nur um ein einziges Bit unterscheiden. So sind sie für Antiviren-Programme nur sehr schwer zu erkennen, da die Software jede einzelne Variation kennen muss und permanent aktualisiert werden müsste. Langsame Computer haben gar keine Chance so schnell auf den aktuellsten Stand gebracht zu werden um einen ausreichenden Schutz zu bieten.

Bei allen Arten von Viren oder Trojanern hilft also nur höchste Aufmerksamkeit und ein gesundes Misstrauen gegenüber ungewöhnlichen Dateien, Befehlen oder Nachrichten!

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