PC Prima klärt auf: Die Lebensdauer von Malware

Dank fortschrittlicher Sicherheitslösungen ist die Lebensdauer von Malware stark gesunken, aber gleichzeitig ist die Zahl der im Internet kursierenden Schadstoffprogramme enorm gestiegen – jeden Tag kommen über 60.000 neue Schädlinge dazu.

Dies haben Untersuchungen von Panda Security ergeben. Demnach ist die Anzahl der neuentwickelten Malware-Programme in den ersten zehn Monaten des Jahres auf 20 Millionen gestiegen, was der Gesamtmenge für 2009 entspricht. Über ein Drittel aller Malware-Samples wurden 2010 programmiert.

Gleichzeitig ist die Lebensdauer der Schädlinge gesunken, oft verschwinden sie bereits nach einem Tag wieder und infizieren weniger Computer als in der Vergangenheit, als manche Viren und Trojaner Monate lang im Netz kursierten. Panda erklärt dies mit neuen Technologien, die verbesserte Sicherheitslösungen und Schutz vor Malware bieten.

Die Statistiken von Panda zeigen, dass die Gesamtzahl der Schädlinge im Web seit 2007 explosionsartig nach oben geht. War die Zahl bis dahin noch verschwindend gering, stieg sie ab 2007 von rund 5 Millionen im Netz kursierender Malware auf fast 60 Millionen 2010. Allerdings hat sich die Geschwindigkeit, mit der die Anzahl zunimmt etwas verringert – während das Wachstum bis 2009 bei über 100 Prozent lag, war es dieses Jahr nur bei 50 Prozent.

Die Hacker werden bei der Entwicklung der Software immer erfinderischer und sind oft kaum auffindbar. In den USA ist allerdings kürzlich ein Hacker verhaftet worden, der für ein Drittel alles weltweit versandten Spam verantwortlich sein soll.

Der 23-jährige Russe Oleg Nikolaenko ist im US-Bundesstaat Wisconsin von der Staatsanwaltschaft angeklagt worden, mit Hilfe eines Botnets Spamkampagnen ermöglicht zu haben, über die Betrüger gefälschte Rolex-Uhren und Medikamente verkauften.

Das FBI wurde 2007 auf Nikolaenko aufmerksam, als ein Verkäufer von gefälschten Rolex-Uhren den Behörden berichtete, dass er einem Spammer zwei Millionen Dollar gezahlt hatte. Seither wurde Nilolaenko überwacht, berichtet CNN. Im letzten Jahr besuchte er die USA zwei Mal und wurde bei einem Besuch in Las Vegas verhaftet.

Nikokaenko soll ein „Mega-D“ genanntes Botnet aufgebaut haben, welches möglicherweise das größte Botnet jemals war. Laut Gerichtsunterlagen war es für 32 Prozent der Spam weltweit verantwortlich. Schätzungen zufolge konnte das Botnet zehn Milliarden Spam-Mails pro Tag verschicken.

Bei einem Botnet handelt es sich um ein Heer von Computern, über die ein Hacker die Kontrolle erlangt hat. Dies erfolgt über die unbemerkte Installation eines Schadstoffprogramms. Malware kann über ein Link in einer E-Mail oder einer infizierten Website verbreitet werden, während Trojaner meistens mit einer Anwendung gebündelt sind, die der Nutzer bewusst herunterlädt. Exploits machen sich Fehler im Betriebssystem oder Browser zunutze, weshalb regelmäßige Updates der Systeme wichtig sind.

Schauen Sie auch mal bei PC Prima rein!

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