Das Netz von seiner schönsten Seite

Ganz Deutschland diskutiert zur Zeit über eine Frauenquote in Führungspositionen. Das hinterlässt den Eindruck als wäre die Emanzipation fehlgeschlagen und die Frau noch immer in Ihrer Rolle gefangen. Das mag für einige Bereiche leider noch immer zutreffen, doch laut einer Bitkom-Studie immerhin im Online-Bereich nicht! Computer und vor allem das Internet sind längst keine Männerdomäne mehr. Mit einer Internetnutzung von 71%, liegen die Frauen Anfang 2011 nur 2% hinter den Männern. Vor zwei Jahren waren nur 60% der Frauen regelmäßig online.

Vor allem die soziale Komponente hat dazu beigetragen, dass sich immer mehr Frauen für das Internet begeistern können. In Sozialen Netzwerken sind Frauen nämlich häufiger vertreten als männliche Nutzer. 4 von 5 Frauen sind in einer Online Community vertreten, wobei Facebook uneinholbar den ersten Rang einnimmt. Ob Männer jedoch mitteilungsbedürftiger sind, wurde hingwegen nicht bestätigt. Vielleicht ist die häufige Verbreitung von Twitter unter männlichen Nutzern auf das regelmäßige Nutzen von Smartphones zurückzuführen.

Der Markt hat weibliche Kunden als Zielgruppe erkannt und versucht diese durch besondere Angebote und Produkte zu locken. Der PC soll attraktiver, die Leistung des Computers schneller und die Programme verständlicher werden. Dies ist jedoch genau das Denken, das in Fachkreisen bemängelt wird. Frauen müssen nicht durch leicht bedienbare Programme gelockt werden, Programme sollten von vornherein für jeden Anwender, egal ob Frau oder Mann, leicht verständlich und bedienbar sein. Vor allem wird mehr Aufklärung über die Gefahren der Online-Welt gefordert. Der Datenschutz im Internet kommt nämlich bei beiden Geschlechtern zu kurz. Facebook-Profile sind offen für jeden einsehbar und persönliche Informationen verbreiten sich rasend schnell im Netz. Auch beim Online-Shopping ist Achtung geboten. 88% der Frauen und 83% der Männer kaufen im Web ein und wissen oftmals nichts von den Gefahren, wenn man dort seine Bankdaten unverschlüsselt preisgibt. Doch selbst Sicherheitszertifikate auf Shopping-Websites schützen nur bedingt. Wenn der eigene Computer mit bösartiger Software infiziert ist, können die Daten durch entsprechende Spyware schon dort abgefangen werden. Noch heimtückischer sind Key-Logger, die sämtliche Tastatur-Einträge aufzeichnen und diese Informationen gebündelt weiterleiten. So kommen Kriminelle schnell an Kontodaten und Geheimnummern.

Die Bedrohung durch Viren oder Trojaner macht keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern der Computernutzer. Es gibt auch keine Studie darüber, ob Malware häufiger auf PCs männlicher Nutzer zu finden ist. In diesem Punkt sind Männer und Frauen gleichberechtigt und leider auch gleich gefährdet. Regelmäßig aktualisierte Virenschutzsoftware und eine vernünftig installierte Firewall können schon einen Großteil der Online-Angriffe abwehren. Ein weiterer Teil kann durch aufmerksames Surfen eingedämmt werden, indem man seine Daten nicht einfach offenlegt oder auf Websites einträgt, die nicht vertrauenswürdig sind.

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