Weltweit Daten in Gefahr

Die Meldungen in dieser Woche haben wieder einmal deutlich gemacht, wie gering der Datenschutz im Internet noch immer ist und auf welche Weise Cyberkriminelle gezielt Sicherheitslecks ausnutzen, um an vertrauliche Informationen zu gelangen. Diesmal standen erneut Soziale Netzwerke im Fokus der Angreifer, allen voran der Branchenprimus Facebook. Mit einem Spam-Angriff wurden zahlreiche Nutzer in die Falle gelockt. Ein spezielles Tool sollte angeblich sichtbar machen, wer gerade das Profil ansieht. Von zahlreichen Neugierigen wurde dieser Link in der Nachricht angeklickt, doch anstelle der vermeintlichen Funktion installierte man sich lediglich über einen Javascript-Code einen Wurm, der sich im Facebook-Profil einnistete und die Nachricht dann automatisch an den gesamten Freundeskreis weiterversendete, wodurch sich der Wurm rasant im Internet verbreiten konnte.

Dieser Spam-Angriff erinnert an eine ähnliche Attacke vor einigen Wochen. Da wurden Links zu vermeintlich lustigen Videos verschickt. Beim Abspielen des Videos drückte man automatisch auf einen unsichtbar hinterlegten „Gefällt mir“-Button, so dass sich der Link ebenfalls über die Pinnwand an alle Freunde verbreitete. Die jüngsten Spam-Wellen waren zwar recht nervig aber dennoch harmlos im Vergleich zum Koobface-Wurm, der vor etwa zwei Jahren Soziale Netzwerke überfiel über einen Link unbemerkt bösartige Software auf den betroffenen PCs installierte. Wie ein Trojaner öffnete er für den Angreifer die Türen zum Computer, wodurch weitere Malware installiert werden und für Phishing-Attacken oder Bot-Netze missbraucht werden konnte. Experten gehen davon aus, dass sich in den kommenden Jahren die Spam-Angriffe von den Email-Konten Richtung Soziale Netzwerke verschieben werden, da die Nutzer dort noch nicht so sehr auf Spam konditioniert sind.

Neben den Spam-Wellen, allen voran bei Facebook, stand aber auch Datendiebstahl im großen Stil im Fokus der Öffentlichkeit. Betroffen war Sonys Playstation-Netzwerk, aus dem über 70 Millionen Datensätze entwendet wurden, wodurch es sich um bislang größten Diebstahl persönlicher Daten handeln könnte. Playstation-Nutzer können über das Netzwerk und entsprechender Internetgeschwindigkeit online mit Mitspielern weltweit in Kontakt treten und gegen- wie auch miteinander spielen. Experten gehen davon aus, dass Sony bei der Entwicklung des Netzwerkes den Aspekt der Sicherheit nicht ausreichend durchleuchtet hat und es so durch eine Sicherheitslücke zu diesem verheerenden Diebstahl kommen konnte. Die Adressen wurden höchstwahrscheinlich bereits an Zwischenhändler verkauft bevor Sony überhaupt mit der Nachricht an die Öffentlichkeit ging. Betroffene Nutzer sollten daher in den nächsten Wochen und Monaten ihre Kreditkartenabrechnungen ganz genau prüfen. Es ist wahrscheinlich, dass häufiger kleine Beträge abgebucht werden, da diese schneller übersehen und selten dem Kreditinstitut gemeldet werden. Wenn man überlegt, welche Datenmengen in die falschen Hände gelangt sind, kann man davon ausgehen, dass es sich um ein lukratives Geschäft für die Kriminellen handelt.

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