Wie viel Datenschutz ist machbar?

Der Datendiebstahl bei Sonys Playstation-Portal, der in der vergangenen Woche publik wurde, zieht größere Kreise als zunächst angenommen. Während des Hacker-Angriffs wurden die persönlichen Nutzerdaten von rund 77 Millionen Kundenkonten gestohlen. Doch nicht nur das Playstation-Netzwerk war Ziel der Angriffe, sondern auch der Multiplayer-Dienst Sony Online Entertainment, wovon weitere 24,6 Millionen Kundenkonten betroffen waren. Sony hat bekanntgegeben, dass zunächst neue Sicherheitsmaßnahmen als Schutz gegen künftige Angriffe eingeführt werden bevor die Dienste wieder online gehen und für die Nutzer wieder verfügbar sind.

Dass der Diebstahl von Daten im Internet keine Seltenheit ist, zeigt eine Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom. Rund 7 % der Internetnutzer wurden demnach bereits schon einmal Opfer von Datendiebstahl, zum Beispiel von Zugangsdaten für Soziale Netzwerke wie Facebook oder meinVZ. 5 % der Internetnutzer (2,5 Millionen) haben sogar einen finanziellen Schaden durch den Diebstahl von persönlichen Daten durch bösartige Software oder Spyware erlitten. Die Dunkelziffer ist jedoch deutlich größer, da nicht jeder Schaden angezeigt oder gar bemerkt wird, vor allem wenn sich Malware tief im System versteckt eingenistet hat.

Die aktuellen Meldungen verunsichern die Internetnutzer selbstverständlich, denn das E-Business boomt und nie zuvor wurde so viel im Internet eingekauft wie im vergangenen Jahr. Wie kann man sich vor Angriffen schützen? Adam Schran, CEO des Antivirensoftware-Herstellers Ascentive, macht deutlich, dass der Privatnutzer bei einem großen Angriff auf Datenpools wie bei Sony nahezu machtlos ist: „Wenn die Daten nicht beim Nutzer liegen, sondern auf externen Servern eines Anbieters, können auch keine privaten Sicherheitseinstellungen am heimischen PC helfen. Der Anbieter des Daten-Dienstes muss die Sicherheit der vertraulichen Nutzerdaten gewährleisten und durch entsprechende Vorkehrungen gegen Angriffe und Diebstahl absichern.“ Für Sony könnte der Datenverlust neben einem Image-Schaden auch zu einem großen finanziellen Schaden führen, zumal erste Missbrauchsfälle von Kundendaten bekannt wurden.

Um den privaten Computer vor möglichen Angriffe weitestgehend zu schützen, sind neben Firewall-Einstellungen auch Antiviren-Programme notwendig. Die Software muss jedoch regelmäßig aktualisiert werden, um einen Schutz vor bekannten Viren und Trojanern gewährleisten zu können. Aber man kann auch durch einfache Maßnahmen potenziellen Angreifern den Datendiebstahl erschweren. Grundsätzlich gilt beim Online-Einkauf, dass Konto- und Kreditkarteninformationen ausschließlich über verschlüsselte Verbindungen übertragen werden. Diese erkennt man am Kürzel „https“ sowie am Schloss-Symbol in der Statusleiste des Browsers. Zudem sollte man niemals in unterschiedlichen Shops das gleiche Passwort nutzen, schon gar nicht Zugangsdaten, die man gleichzeitig für seinen Email-Account nutzt. Denn wenn es irgendwo zu einem Datendiebstahl kommt, können die persönlichen Informationen unkontrollierbar weitergeleitet und für kriminelle Machenschaften missbraucht werden.

Der Profi rät, auch wenn es vielleicht nicht praktisch ist, auf ein Master-Passwort zu verzichten und auch keine Passwort-Schlüssel des Browsers zu nutzen. Wenn man diese einfachen Regeln beachtet, macht man es Cyberkriminellen bedeutend schwerer!

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2 Antworten zu Wie viel Datenschutz ist machbar?

  1. Pingback: Aktuelle, neue Nachrichten und Video Tips - Wieviel Datenschutz ist machbar? | PCPrima News

  2. lawmacs schreibt:

    A couple couple of months back my website was hacked so when you are online you are always at the risk of been targeted as for online shopping the best advise s to use a card with limited amount of money on it and monitor it daily thus it will helped in reducing the damaged. Nice post and a good eye opener for Sony

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