Allein zu Haus

Immer mehr Arbeitgeber setzen auf variable Arbeitszeiten. Die Wissenschaft hat belegt, dass ein striktes Zeitfenster oder eine festgeschriebene Arbeitsumgebung nicht für jeden Arbeitnehmer geeignet ist. Einige arbeiten in Großraumbüros effektiv und genießen den Austausch mit Kollegen, andere wiederum erledigen ihre Aufgaben lieber in aller Ruhe von zu Hause. Das Home Office, das in den USA bereits fest zum Arbeitsleben gehört, gewinnt auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Die Vorteile liegen auf der Hand: Mit der entsprechenden Internetgeschwindigkeit sind die Mitarbeiter nahezu in Echtzeit mit der Firma vernetzt, können Daten austauschen und nutzen die heimische Infrastruktur. Der Arbeitsplatz im Büro kann somit doppelt besetzt werden, je nachdem wann ein Kollege vom Home Office aus arbeitet.

Arbeitgeber, die Home Office-Optionen anbieten, müssen jedoch klare Regeln vorgeben. Die Arbeitszeit sollte im Vorfeld vereinbart sein, so dass der Arbeitnehmer im Falle von Fragen reagieren kann und zu erreichen ist. Zudem sollte die Leistung des Computers für einem dauerhaften Betrieb in einem Netzwerk ausgelegt sein. Ein Anschluss an das Internet ist ohnehin Grundvoraussetzung. Da aber ein externer Computer innerhalb eines Netzwerkes eine nicht zu unterschätzende Gefahr ist, und von dort leicht Viren oder Trojaner, im schlimmsten Fall sogar Überwachungssoftware eingeschleust werden können, muss ein Systemadministrator für die entsprechende Sicherheit sorgen. Der Zugriff sollte nur über einen VPN-Client möglich sein, damit der Computer autorisiert ist. Zudem sollte der PC lediglich für professionelle Zwecke genutzt werden. Privates Surfen im Internet sollte untersagt sein. Vor allem Soziale Netzwerke wie Facebook sind in letzter Zeit ins Visier von Hackern geraten die versuchen, über gefälschte Nachrichten oder Links möglichst viele Computer zu infizieren und so an private Daten zu gelangen. Wenn nicht nur private Daten, sondern auch firmeninterne Informationen auf dem PC gespeichert sind, ist der wirtschaftliche Schaden deutlich größer.

Mit dem entsprechenden Arbeitsplatz lässt es sich auch von zu Hause am PC prima arbeiten. Büros werden durch diese Form der Arbeitsplatzwahl jedoch nicht verdrängt werden. Der persönliche Austausch mit Kollegen und Kunden ist in vielen Fällen einfach nicht zu ersetzen. Das Home Office kann aber auch eine Ergänzung zum Schreibtisch im Büro sein. Viele Arbeitnehmer arbeiten längst länger als von 9-17 Uhr und sind auch nach den regulären Arbeitszeiten darauf angewiesen, auf interne Daten zugreifen zu können oder Emails abzurufen. Nicht nur Manager setzen auf Smartphones oder Blackberries um ständig mit der Firma und Geschäftspartnern in Kontakt bleiben zu können, auch von Arbeitnehmern in niedrigeren Positionen wird eine regelmäßige Erreichbarkeit erwartet.

Egal welche Form der Arbeit man präferiert, in jedem Fall spielt der Datenschutz im Internet eine wichtige Rolle. Sensible Daten dürfen in keinem Fall nach Außen gelangen. Wahrscheinlich ist dies der Grund, weshalb in Deutschland das Home Office noch nicht so fest etabliert und erst noch im Kommen ist.

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