Mehr Schutz für persönliche Informationen

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In Zeiten der Social Networks wie Facebook oder XING sagen persönliche Daten weit mehr über einen aus, als einem eigentlich lieb ist. Berechtigten Grund zur Sorge gibt es, wenn diese Daten unerlaubt zusammengeführt werden. Immer wieder hört man von Datenlecks bei Unternehmen, wodurch persönliche Kundeninformationen an Dritte gelangen. Nicht nur der Datenschutz im Internet steht stark in der Kritik, auch die auf lokalen Servern der Unternehmen gespeicherten Daten können schnell zum Angriffsziel von Hackern werden. Vor allem kleine Firmen wissen häufig gar nicht, dass mangelnder Datenschutz auch rechtliche Konsequenzen in Form von hohen Bußgeldzahlungen zur Folge haben kann. Bei kleineren Verstößen werden Bußgelder bis zu 50.000 € fällig, bei schwerwiegenden Datenschutzvorfällen sogar bis zu 300.000 €. Der Bürger soll durch das Bundesdatenschutzgesetz vor Missbrauch persönlicher Informationen geschützt werden. Zudem hat er das Recht zu erfahren, welche Daten über ihn gespeichert wurden.

Temporäre Dateien, die der Vertragsgrundlage dienen, dürfen nur bis zur Erfüllung des Geschäftsverhältnisses gespeichert werden. Eine längerfristige Speicherung erfordert das Einverständnis des Kunden. In den Datenbanken der Firmen kommen täglich zahlreiche sinnvolle aber auch überflüssige Dateien zusammen, die durch Registrierungsfehler zustande kommen. Eigentlich bedürfen diese Datensätze einer gründlichen Pflege. Für Hacker sind diese Informationen jedoch interessant genug, um sie mit Hilfe von Spyware, die über Trojaner in das System geschleust wird, auszuspionieren. Die Software ist mittlerweile so gut programmiert, dass die Daten bereits beim Kopieren auf ihren Nutzen überprüft werden. Ein vollständiger Adresssatz bestehend aus Name, Anschrift, Geburtsdatum und Bankverbindung ist auf dem illegalen Adressmarkt bares Geld wert.

Viele Bürger haben schonmal völlig unverhofft Post mit Informationsmaterialien bekommen, die sie niemals angefordert haben. Häufig wird dann die Teilnahme an einem Gewinnspiel als mögliche Erklärung angegeben, wie die Absender-Firma an die Adresse gekommen ist. Dass ein Datenleck bei einem anderen Unternehmen der Grund sein könnte und die persönlichen Informationen mit Hilfe von Malware illegal beschafft wurden, ist zwar nicht ungewöhnlich aber leider schwer zu überprüfen. Korrupte Dateien gelangen immer wieder über neue Sicherheitslücken auf private Rechner aber auch auf die Server großer Unternehmen – und somit auch in ihre Datenbanken. Um größeren Schaden abzuwenden, muss man möglichst schnell die Spyware entfernen und die Sicherheitslücke mit gezielten Updates schließen. Auf Grund der zunehmenden Angriffe auf Server von Unternehmen, rät man bereits kleinen Firmen dazu, einen eigenständigen Datenschutzbeauftragten einzustellen.

In Hinblick auf mögliche Bußgeldforderungen ist dies eine sinnvolle Investition in die Sicherheit persönlicher Kundeninformationen und zudem ein wirksamer Bestandteil des Qualitätsmanagements, denn schließlich leidet der Ruf eines jeden Unternehmens mit jedem Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz. Wie viel der Mensch, beziehungsweise die Informationen über eine bestimmte Person in Zukunft wert ist, wird sich zeigen. Sicher ist jedoch, dass Hacker weiter versuchen werden, sich illegalen Zugang zu diesen Daten zu verschaffen um diese später zu verkaufen.

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2 Antworten zu Mehr Schutz für persönliche Informationen

  1. Achim schreibt:

    Datenschutz ist eine der wenigen Sachen bei denen ich nicht auch nur die leiseste Ahnung habe wohin es damit in der Zukunft gehen wird. Die Leute definieren ihre Privatsphäre neu und der Datenschutz hängt an diesem wie das Cape an Superman.

    • Admin schreibt:

      Das ist eine interessante Analogie. Wenn die Hacker der Erzschurken der Zukunft sind, dann wäre der Datenschutz der zukünftige Superheld.

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