Schutz vor Abzocke

www.pcprima.de-unfrei-boxEin neues Bundesgesetz soll das Surfen im Internet ein klein wenig sicherer machen. Viele Nutzer tappen unbewusst in eine Kostenfalle und wundern sich, dass sie plötzlich Zahlungsaufforderungen erhalten. Laut einer Umfrage sind über 5 Millionen Bürger bereits Opfer von geschickten Abzockmaschen im Internet geworden. Schnell wurde ein vermeintlich kostenloser Download zu einem Abo, das horrende Kosten verursachte. Mit prägnanten Schlagworten wie „Free“, „Gratis“ oder „Kostenlos“ wird der Besucher der Website bewusst getäuscht. Denn erst im Kleingedruckten wird deutlich, dass die kostenlose Software an bestimmte Bedingungen, im häufigsten Fall ein Abo, geknüpft ist. Bei der heutigen Internetgeschwindigkeit ist ein Download im Nu getätigt und kaum ein Nutzer liest sich sorgfältig die Bedingungen durch. Man will mit den angebotenen Programmen die Leistung des Computers verbessern und lastet sich in Wahrheit Schulden auf. Besonders heikel ist, dass sogar Programme angeboten werden, die auf der Herstellerseite tatsächlich kostenlos sind. Ob Browser oder Software, für die Anbieter solch dubioser Downloadseiten scheint es keine überflüssigen Dateien zu geben.

Am Mittwoch beschloss das Bundeskabinett einen Gesetzesentwurf, durch den die Abzocke im E-Business eingedämmt werden soll. Der Verbraucher soll nicht länger durch Gratisangebote geblendet werden, sondern vor Vertragsschluss müssen die tatsächlich anfallenden Kosten klar und deutlich erläutert werden. Vor Absenden der Bestellung muss der Nutzer per Knopfdruck den entstehenden Kosten zustimmen. Durch diese Button-Lösung soll eine Kostentransparenz geschaffen und die Abzocke eliminiert werden. Doch wer unaufmerksam im Internet unterwegs ist, wird sicher auch schnell den Button klicken und auf den Kosten sitzenbleiben. Augen offenhalten ist noch immer das absolute A und O. Denn nicht nur vermeintlich kostenlose Downloads bergen mögliche Gefahren in sich sondern vor allem auch Adware. Diese Software, die dem Nutzer zusätzlich zur eigentlichen Funktion Werbung zeigt, lockt schnell auf besagte Internetseiten, auf denen vermeintliche Gratisprogramme runtergeladen werden können. Zwar ist die Gefahr einer Schädigung des Computers durch bösartige Software, wie Malware oder Spyware, nicht primär geben, doch schnell entsteht ein finanzieller Schaden durch unbeabsichtigte Abonnements.

Es scheint als habe sich die Kriminalität im Internet auf verschiedene Bereiche verteilt. Auf der einen Seite sind die Angriffe auf den Computer des Nutzers mit Hilfe von Viren und Trojanern, auf der anderen Seite die bewusste Täuschung Zwecks Abzocke durch Abo-Fallen. Da es sich bei letzterer Form um einen Vertragsschluss zwischen zwei Parteien handelt, kann nicht direkt von krimineller Energie die Rede sein. Dennoch wird der Nutzer bewusst getäuscht und die anfallenden Kosten möglichst so verschleiert, dass es zum Vertragsschluss kommt. Dieses soll durch die Button-Lösung der Bundesregierung in Zukunft unterbunden werden. Gäbe es eine ähnliche Möglichkeit für das Blockieren von Viren, so wäre das Internet um ein Vielfaches sicherer und ein Ort, an dem man sich wesentlich sorgloser aufhalten könnte.

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