Internet Security Days in Köln

PCPrima.de - Internet Security Days 2011 LogoDas Phantasialand in Brühl bei Köln ist ein Freizeitpark, der einen für einige Zeit den stressigen Alltag vergessen lässt. Spaß und Unterhaltungen stehen hier auf dem Programm. Doch vom 13. – 15. September 2011 wird auch dieser Park vom Alltag eingeholt. Während der Internet Security Days 2011 sprechen Experten über die Gefahren und den aktuellen Status Quo der Bedrohungen durch Viren, Trojaner oder Malware. Ein außergewöhnliches Event in einer außergewöhnlichen Location. Dabei sind die Gegensätze zwischen Cyberwelt Internet und Erlebniswelt Phantasialand gar nicht so groß. Beides sind Parallelwelten, die eine unbändige Faszination auf die Besucher ausüben.

Der dort stattfindende 9te German Anti Spam Summit klärt auf, wie sich die aktuelle Internetkriminalität entwickelt und worauf man in Zukunft gefasst sein muss. Und dass Deutschland Austragungsort dieser Fachkonferenz ist, hat einen guten Grund: Lange Zeit gingen von hier zahlreiche schädliche Online-Aktivitäten aus. Vor allem durch Rechner, die mittels bösartiger Software gekapert und zu Botnetzen zusammengeschlossen wurden. Die Besitzer der Computer wussten oftmals nichts von der Verseuchung. Lediglich die Computerleistung und die Internetgeschwindigkeit ließ Rückschlüsse darauf ziehen, dass etwas mit dem PC nicht stimmte. Über Malware wurde somit haufenweise Spam-Mails verschickt oder Server in die Knie gezwungen, die den dauerhaften automatisierten Anfragen bestimmter Websites nicht standhalten konnten.

Doch es gibt erste Erfolge zu vermelden. Durch das Anti-Botnetz-Beratungszentrum, das aus einer Kollaboration zwischen dem Verband der deutschen Internetwirtschaft und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik getragen wird, konnte das niedrigste Spam-Niveau seit Jahren erreicht werden. Auch die Infektion durch Botnetze ist stark gesunken. Somit befindet sich Deutschland nicht mehr in der Top 5 der Länder, von denen die meisten schädlichen Internetaktivitäten ausgehen.

Eine neue und bisher unterschätzte Gefahr geht jedoch durch harmlos erscheinende Apps für Smartphones aus. Oftmals als kostenlose Downloads angeboten, können sie Überwachungssoftware oder andere Schadsoftware enthalten, die das Betriebssystem des mobilen Gerätes befallen. So wird das Handy schnell zur Virenschleuder und verseucht im Eilverfahren weitere Geräte mit korrupten Dateien. Die Verbreitungswege sind dabei vielfältig. Sowohl über das Adressbuch mit Emailadressen der Kontakte, als auch über Soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook werden Personen aufgefordert bestimmte Links zu klicken und gelangen so auf eine verseuchte Website. Und wie so oft ist der Schutz vor solchen Schädlingen eigentlich einfach und eine Verseuchung oft vermeidbar. Man sollte nicht unbedacht jede App installieren und die Zugriffsrechte der Programme skeptisch beäugen. Nicht jede Software muss automatisch auf Adressbücher zugreifen oder gar telefonieren dürfen. Dennoch fordern Experten, dass der Schutz bereits schon durch die jeweiligen App-Stores gewährleistet wird. Ein mehrstufiges Sicherheitssystem soll davor schützen, dass überhaupt infizierte Apps in Umlauf gebracht werden. Natürlich funktioniert so eine Kontrolle nur bei offiziellen Portalen und nicht bei Anwendungen, die über Jailbreaks illegal auf das Smartphone geschleust werden.

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