Der Gipfel des Web 2.0

www.pcprima.de Web 2.0 Summit 2011Anfang der Woche trafen sich die führenden Unternehmen aus dem boomenden Social Media Bereich in San Francisco bereits zum achten mal zum Web 2.0 Summit. Bei diesem Branchentreffen kamen die größten Firmen wie Google, Facebook, Ebay oder der Software-Riese Microsoft zusammen. Eines der Themen war der Datenschutz im Internet, wobei jedoch primär die Daten und die Nutzung der persönlichen Informationen im Vordergrund standen. Es war somit auch eine Werbeveranstaltung für potenzielle Investoren und Wagniskapitalgeber. Der Erfolg der Unternehmen im Bereich der sozialen Netzwerke baut darauf auf, das unendliche Datenmengen ausgeschöpft werden können, die für gezielte Werbemaßnahmen genutzt werden können. Daher haben zahlreiche Firmen Interesse, hier einen Fuß in die Tür zu bekommen und sich so einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Der Zulauf zu Plattformen wie Foursquare oder Twitter ist nach wie vor ungebrochen und Experten sehen auch für die Zukunft eine Ausweitung dieser Dienste. Vor allem durch mobile Geräte wie Smartphones oder Tablet-PCs wird dieser Trend fortgeführt. Die Menschen werden zwar unabhängiger da sie nicht mehr auf einen Kabel gebundenen Zugang zum Internet angewiesen sind, dennoch wollen sie sich mit Freunden und Bekannten verbinden und mitteilen, wo sie sich gerade befinden oder was sie zur Zeit machen. Das Surfen im Internet ist längst von überall möglich und dadurch erlebt die Internet-Brachen gerade eine beispiellose Zeit. Das E-Business werde weiter wachsen, so die Einschätzung von Experten. Daher ist die Bereitschaft von Investoren groß, die Firmen finanziell zu unterstützen. Ein Platzen der Blase, ähnlich wie beim Dotcom-Crash Anfang des Jahrhunderts, scheint nicht in Sicht zu sein. Auch die ominöse Cloud scheint dazu beizutragen, dass das Internet immer mehr zur Informationsquelle Nummer Eins wird und sich in sämtlichen Bereichen des Lebens unverzichtbar macht. Wenn Daten nicht mehr lokal gespeichert, sondern virtuell in der Cloud abgelegt werden, muss das Vertrauen in die Technik schon sehr groß sein.

Während in Deutschland die Bürger auf Grund von Trojanern und Überwachungssoftware in Alarmbereitschaft sind, gehen in den USA bereits Plattformen besonders erfolgreich an den Start, die den Nutzern zielgruppengerechte Werbeangebote präsentieren. Der Clou dabei ist, dass der Teilnehmer selbst an der Vermittlung von Werbung verdienen kann. In der Zukunft sollen Privatsphäre und Business nicht länger als Gegensatz gesehen werden, sondern koexistieren. Dass man den PC prima zum Geld verdienen nutzen kann, ist nicht neu. Und höchstwahrscheinlich ist die Aussicht auf schnelles Geld für viele Nutzer verlockender als Datenschutz und Privatsphäre. Der Industrie wird es helfen. Der Streuverlust durch breit gefächerte Werbekampagnen lässt sich eindämmen und Produkte gezielt vermarkten. Auch ohne den Einsatz von Spyware rückt die Internetgemeinschaft mit wichtigen Informationen raus, die sich Unternehmen einiges kosten lassen. Ob auch in Deutschland bald amerikanische Verhältnisse herrschen bleibt ungewiss. Noch schützt uns hier die EU-Regulierungsbehörde vor der totalen Transparenz.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Datenschutz im Internet, Internet, PC Prima, PCPrima, Social Media, Soziale Netzwerke abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s