Mittel gegen Datendiebe

www.pcprima.de dataDas Internet als Sammelbecken von Kriminellen zu bezeichnen wäre eine zu große Pauschalisierung und würde jeden Nutzer unter Generalverdacht stellen. Wahrscheinlich erscheint die Verbreitung von Straftaten im Netz nur so überproportional, da sie zum einen  Ländergrenzen überschreitet und somit global in Erscheinung tritt und zum anderen, da häufig und gerne in den Boulevard-Medien darüber berichtet wird. Dennoch gibt es immer wieder Angriffe im großen Stil aber auch einige Mittel, um sich gegen Datendiebe zu schützen.

Beim Surfen im Internet trifft man im Prinzip jeden Tag auf Betrugsversuche. Die Kunst daran ist es, diese als Scam zu identifizieren und nicht auf verlockende Angebote reinzufallen. Denn umso schneller ist man an der Angel und hat sich entweder Malware eingefangen oder ein dubioses Abo abgeschlossen. Der größte Schwachpunkt ist immer der Nutzer selbst. Menschen lassen sich leicht beeinflussen, allen voran durch Autoritäten. Flattert ein Brief eines Anwalts mit einer Anklage wegen Urheberrechtsverletzungen ins Haus denken die wenigsten Leute gezielt darüber nach, ob damit der vermeintlich kostenlose Download der Software von vor einigen Wochen gemeint ist. Häufig sind solche Anwaltsschreiben gefälscht und zielen einfach darauf ab, dass Personen die geforderte Summe zahlen um angedrohten Konsequenzen vorzubeugen. Offensichtlich mit Erfolg wenn man die Anzahl derer betrachtet, die auf solche Schreiben eingehen.

Ein weiterer Klassiker ist die Abzocke per Online-Banking. Hier wird gezielt mit der Angst des Kunden gespielt. Viele Bankkunden nutzen bereits das Online-Banking, da es äußerst benutzerfreundlich  und im Prinzip mit jeder Computerleistung und Internetgeschwindigkeit  durchführbar ist. Durch fingierte Emails versuchen Kriminelle jedoch an die wichtigen TANs zu kommen. Den Nutzern wird vorgegaukelt, dass sie sich in ihrem Banking-Portal anmelden und eine bestimmte Anzahl von TANs eingeben müssen um irgendeine Sicherheitsaktualisierung freizuschalten. In Wirklichkeit wird man entweder auf eine andere Website geleitet die das Layout der Hausbank adaptiert oder es installiert sich automatisch ein Trojaner, über den sich zum Beispiel bösartige Software wie Keylogger auf das System schleichen. Dadurch haben die Kriminellen die Möglichkeit, alle Tastatureingaben zu dokumentieren und sich auf diese Weise Zugangsdaten zu beschaffen. Sind die Daten erst einmal in falsche Hände geraten, ist wirtschaftlicher Schaden vorprogrammiert.

Die letzte Gefahr, vor allem in Zeiten der Sozialen Netzwerke, ist die Eitelkeit. Jeder Mann freut sich, wenn er bei Facebook die Freundschaftseinladung einer äußerst hübschen Frau erhält. Häufig wird ohne Nachzudenken blind akzeptiert und die Gefahr nimmt ihren Lauf. Social Media Viren sind auf dem Vormarsch und werden sicher noch einige Zeit das Netz dominieren, zumal soziale Plattformen geradezu wie Pilze aus dem Boden schießen.

Bei allen Angriffen wird deutlich, dass der Internetnutzer selbst das schwächste Glied in der Kette ist. Wenn man sich dessen bewusst ist und einige Vorkehrungen trifft, kann man schon einen Großen Anteil der Betrugsversuche abwehren!

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