Cyber-Cops

www.pcprima.de cyber-copsDass sich Spezialisten und Sicherheitsexperten der Polizei zur Bekämpfung der Cyber-Kriminalität im Internet aufhalten und sich dort auf die Suche nach potentiellen Gefahren machen, ist längst kein Novum. Spätestens seit der Bekanntgabe, dass ein Trojaner des Bundes Rechner gezielt mit Malware infiziert hat um so an wichtige Informationen zu gelangen. Doch auch fern von Viren und bösartiger Software lässt sich der PC prima zur Aufklärung von Verbrechen nutzen.

Nicht nur in Deutschland versucht die Polizei durch gezieltes Surfen im Internet Gaunern auf die Schliche zu kommen. In der Regel handelt es sich bei solchen Aktionen um Überprüfungen von Alibis. Denn wenn jemand unbedacht soziale Netzwerke nutzt und zum Beispiel zu einem fraglichen Zeitpunkt in der Nähe eines Tatorts bei Twitter eine Nachricht hinterlässt, können die Beamten dies leicht überprüfen.

Generell macht der Bereich Social Media auch die Polizeiarbeit leichter. Wenn ein Temposünder vehement behauptet, dass er nicht auf dem Foto der Blitzanlage zu erkennen ist, wird das Bild auch gern mal mit dem Profilfoto bei Facebook verglichen. Denn häufig ist nicht nur die Schnelligkeit des PCs rasant sondern auch die der geblitzten Verkehrsteilnehmer.

Polizeibeamte aus den Niederlanden haben schon häufig Google Maps verwendet um mögliche illegale Hanfplantagen aufzuspüren und die Betreiber Dingfest zu machen. Aber anders herum geht es auch. Erst kürzlich wurde in einer Befragung unter verurteilten Einbrechern in England deutlich herausgestellt, dass die Möglichkeiten des Internet von Ganoven genauso genutzt werden. Da werden Facebook-Profile kontrolliert um Hinweise auf mögliche Urlaube zu erlangen, Online-Straßenkarten und Satellitenaufnahmen zur Erkundung der Umgebung genutzt und versteckte Kameras zur dauerhaften Beschattung von Grundstücken. Wie immer ist es ein Katz und Maus Spiel zwischen Räuber und Gendarm. Beide Parteien nutzen ähnliche Mittel und es ist immer nur eine Frage der Zeit, wann wer dem anderen ein Schritt voraus ist.

Gerade in Deutschland sollen Beamte noch gezielter im Umgang mit den Neuen Medien geschult werden um somit Potentiale und Gefahren besser erkennen zu können. Trotz der hochtechnischen und benutzerfreundlichen Möglichkeiten der Verbrechensbekämpfung kann die Leistung des PCs jedoch nur zur Aufklärung eines Bruchteils der jährlichen Verbrechen behilflich sein. Klassische Polizeiarbeit und Streifendienst wird auch durch die weltweite Vernetzung nicht abgelöst und wahre Cyber-Cops, wie man sie aus Hollywood-Filmen kennt, werden noch länger eine Zukunftsvision bleiben. Dennoch ist es für die Bürger ein beruhigender Ansatz zu sehen, dass das Internet nicht ausschließlich ein Tummelplatz für Kriminelle ist, sondern genauso zur Aufklärung von Delikten genutzt werden kann. Auch wenn es sich in der Regel um harmlose Fälle und Verkehrsvergehen handelt ist es dennoch ein Schritt in die richtige Richtung ohne jedoch die Befürchtung zu haben, vom Staat kontrolliert und in seiner Privatsphäre eingeschränkt zu sein.

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