Surfverhalten auf dem Prüfstand

www.pcprima.de computer userDass jeder Computernutzer beim Surfen im Internet seine digitalen Fußabdrücke hinterlässt, sollte mittlerweile überall bekannt sein. Richtig unbemerkt ist kaum einer unterwegs, vor allem niemand, der nicht mit besonderer Software gezielt seine Spuren verwischt. Doch man muss sich nicht eine komplette Überwachung seines Surfverhaltens gefallen lassen. Selbst wenn man keine illegalen Aktivitäten plant oder sonstwas zu verbergen hat – gewisse Grundrechte sollten auch im Internet vorhanden sein und Bestand haben. Firmen sind natürlich sehr an persönlichen Informationen interessiert und versuchen möglichst viele Daten in Erfahrung zu bringen. Dabei wissen die Nutzer oftmals gar nicht, wie sehr sie dabei verfolgt werden. Man denkt zwar oftmals, dass man sich vor Überwachungssoftware hüten soll und Spyware in der Regel über Trojaner auf den PC gelangt, doch es gibt auch zahlreiche legale Mittel, von denen Firmen im Internet gerne Gebrauch machen.

Die einfachste Möglichkeit ist das Installieren von Cookies auf dem Rechner der Internetnutzer. Dabei werden kurze Informationen gesammelt, wie zum Beispiel Herkunft, Betriebssystem, Verweildauer auf der Website, besonders lange Aufenthalte bei bestimmten Artikeln und Seiten, sowie der Absprung und das Surfen zu anderen Websites. Mit Hilfe dieser Daten kann ein Nutzerprofil erstellt werden. Kehrt ein Besucher auf die Website zurück, kann der Cookie ausgelesen und geupdated werden. Sogar einige Soziale Netzwerke nutzen diese Technik um Besucher zu verifizieren. Erst vor Kurzem stand der Branchenriese Facebook diesbezüglich wieder in der Kritik. Bei dem Unternehmen wird immer häufiger Zweifel am Datenschutz im Internet gehegt und auch dieser Umgang mit personifizierten Cookies brachte Datenschützer wieder auf die Barrikaden.

Kritisiert wird nämlich, dass Facebook die Cookies in einer gigantischen Datenbank zusammen mit den IP-Adressen der Kunden speichert. Man möchte auf diese Weise vor illegalen Datendiebstählen zum Beispiel durch Phishing-Attacken schützen. Möchte sich ein User daher zum Beispiel plötzlich aus dem Ausland einloggen, schlägt das System Alarm und der Nutzer muss sich vor dem Einloggen noch einmal authorisieren. Diese Sicherheitseinstellung klingt eigentlich ganz gut doch das Problem ist, dass der Cookie auch das Surfverhalten dokumentiert, wenn man ausgeloggt und nicht bei Facebook unterwegs ist. Zwar dementiert der Anbieter dieses Social Media Dienstes, dass die besuchten Websites jeweiligen Konten zugeordnet werden können, doch allein die Tatsache, dass die Daten gesammelt werden, schreckt viele Nutzer auf. Das Unternehmen weist darauf hin, dass der Schutz des PCs vor Viren oder andere Angriffe im Vordergrund steht. Welchen Sinn dabei jedoch die Verfolgung des Surfverhaltens auf anderen Seiten spielt, sei dahingestellt. Nutzern im Internet sei daher geraten korrupte Dateien zu entfernen, den Cache häufiger zu leeren und Cookies zu löschen. Das ist ganz einfach und sehr benutzerfreundlich über die Einstellungen im Browser möglich. Sind die überflüssigen Dateien erst einmal entfernt, hinterlässt man deutlich weniger Fußabdrücke im World Wide Web.

Foto Attribution

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Datenschutz im Internet, Internet, Social Media, Soziale Netzwerke abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s