Schwachstellen im Internet

www.pcprima.de DogDas Internet ist eine Gefahrenquelle! So könnte man die Aussage zweier Informatiker zusammenfassen, die ihre Entdeckung gerade auf dem Chaos Communication Congress in Berlin vorstellen. Aber es gibt eine Beruhigung. Gefahr besteht nur für die Websites, die Web-Technologien wie Java, ASP.Net, Ruby, Python oder das V8-Javascript von Google nutzen. Kurz gesagt: Das halbe Internet! Durch eine Sicherheitslücke könnten Cyberkriminelle Überlastungsangriffe auf Server durchführen. Das Problem ist theoretisch bereits seit 2003 bekannt, dich nur einige Hersteller von Software haben bereits Maßnahmen dagegen ergriffen. Diese doch recht spezielle Gefahrenquelle ist nur einige von zahlreichen Lücken, die auf dem Kongress diskutiert werden. Aber auch Gefahren durch Viren und Trojaner wurden zum Thema – allen voran der deutsche Staatstrojaner.

Der Autor Evgeny Morozov stellte die These auf, dass Hersteller bewusst Überwachungssoftware an autoritäre Regime verkaufen und wissentlich hinnehmen, dass die Programme gezielt zur Stärkung des Machtapparates und zur Unterdrückung und Verfolgung regierungskritischer Bürger missbraucht werden. So konnte er nachweisen, dass in Ländern wie Syrien, Ägypten oder Libyen Programme und Geräte aus demokratisch geführten Ländern zum Einsatz kamen. Er plädierte dafür, dass ein globales Exportverbot für solche Spyware gelten solle. Der Datenschutz im Internet habe eh kaum Bestand, in solchen Regimen jedoch gar keinen. Durch Key-Logger werden sämtliche Aktivitäten potenzieller Staatsfeinde dokumentiert und auf diese Art in die Privatsphäre der Bürger eingedrungen und sie in ihren Menschrechten und ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung behindert. Dabei sind die Repressionen in diesen Ländern schon groß genug: Soziale Netzwerke, wie das global umfassende Facebook, werden von Staatswegen blockiert. Es wird als eine Optimierung des Internets verkauft, wenn solche Inhalte gesperrt werden, da diese die Bürger laut Staatsführung auf falsche Gedanken bringen. Nur wenige haben dann noch den Mut, sich durch Bloggen Luft zu verschaffen und ihre Meinung offen kund zu tun.

Trotz aller Gefahren und Unterdrückungen: Die größte Schwachstelle im Internet bleibt der Nutzer. Nur wenn er unachtsam ist und dubiose Websites besucht, kann der Schutz des PCs nicht mehr garantiert werden. Ganz unbemerkt lädt man sich Adware herunter, die sich dann im Hintergrund installiert und tief im System versteckt, so dass man in den seltensten Fällen überhaupt merkt, dass man unerbetenen Besuch auf seinem heimischen Computer hat. Oftmals ist es Unachtsamkeit, häufiger jedoch grobe Fahrlässigkeit. Wer sich auf illegalen Tauschbörsen rumtreibt muss sich nicht wundern, wenn in den Datenpaketen auch die einen oder anderen Zusatzprogramme versteckt sind, die den eigenen Rechner infizieren. Man muss sich also nicht vor Staatstrojanern fürchten, sondern lieber vor der eigenen Haustür kehren und überlegen, wieso man überhaupt zum potenziellen Angriffsziel von Cyberkriminellen wird. Oftmals entsteht auch erst dann finanzieller Schaden, wenn man zu leichtsinnig und unbedacht mit sensiblen Daten umgeht und diese im Internet preisgibt. Der beste Schutz ist ein wachsamer Nutzer!

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